Regionales Geld

In Heidelberg gibt es eine Initiative zur Einführung eines „Regionalgeldes“ wie die RNZ berichtet.

Diese Bewegung will mit einem neuen Zahlungsmittel etwas gegen die „Konzerne“ (also das schlimme Gottseibeiuns für Viele) unternehmen.
Meiner Meinung nach zeugt das nicht unbedingt von Fachwissen im Bereich der Volks- oder Betriebswirtschaft. Es ist eher eines der vielen sinnlosen Vorgänge mit denen symbolisch etwas unternommen wird, was ein gutes Gefühl bringt, aber sonst keinerlei Auswirkungen hat.

Das zugrunde liegende Prinzip lautet: „Weil die Währung nur in einem begrenzten Gebiet gilt, bleibt das Geld in der jeweiligen Region und fließt nicht an große Konzerne ab.“

Ist das wirklich so?

Ich kaufe etwas, z. B. Obst und Gemüse. Wie es sich gehört ist es regional (die Diskussion, ob regional wirklich besser ist, lasse ich mal beiseite). Dann hat der regionale Bauer sein regionales Geld. Er braucht aber Dünger, Benzin für den Traktor, Ersatzteile für seine Maschinen usw. die kauft er mit hoher Wahrscheinlichkeit woanders, und diese Produkte werden ebenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit von den (ach so bösen) Konzernen hergestellt.

Noch offensichtlicher ist die Absurdität dieses Prinzips, wenn ein Verbraucher etwas kauft, was nicht regional hergestellt wurde – was eine Zahnbürste oder ein Auto sein kann. Das mag er im regionalen Kaufhaus mit regionalem Geld bezahlen, produziert und erwirtschaftet wurde das Produkt woanders.

Was würde also ein solches Zahlungsmittel bringen? Nichts!

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