Diskussionen oder was man so nennt

Frau Strack-Zimmermann (eine Funktionsträgerin der FDP die dazu noch stellvertretende Bürgermeisterin ist) hat einen Vorschlag gemacht: Die FDP solle sich einen anderen Namen geben.
Darüber kann man diskutieren. Das kann man für Blödsinn halten. Das kann man für den Stein der Weisen halten. Alles kein Problem.

Aber:
Wie so üblich in sozialen Netzwerken geht die Empörung noch ein Stück höher. Es reicht nicht, den Vorschlag schlecht zu finden; Nein, der Vorschlag ist empörend. Er wurde „sicherlich“ vom Vorstand so angeregt, von diesem kommt sowieso alles Schlechte und „die“ sind schuld an der Katastrophe der letzten Bundestagswahl.

Es scheint eine wohl übliche Erscheinung bei Diskussionen in sozialen Netzwerken zu sein:
Irgendein Anlass wird dazu genutzt, sozusagen die „größtmögliche“ Empörung zu entfachen. Dabei wird der Kreis der Verdächtigen ausgeweitet und der Anlass noch mit anderen Kritikpunkten vermengt. Schlussendlich ist der eigentliche Anlass schon fast vergessen und die „Diskussion“ darüber mutiert zu einer erbitterten Generalabrechnung mit den jeweiligen Lieblingsgegnern.

Eigentlich ist es ganz gut, dass solche Diskussionen in Facebook oder sonst wo (noch) nicht den Weg in Zeitungen und andere „klassische“ Medien finden.

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